|
Andacht „Auf Gott vertrauen“ Ein Einbrecher ist in eine Villa eingedrungen. Als er den Tresor gefunden hat, packt er sein Werkzeug aus, um den Geldschrank aufzubrechen. Da liest er auf einem Zettel an der Tür: „Wenn Sie diesen Tresor knacken wollen, wenden Sie bitte keine Gewalt an. Er ist nicht verschlossen. Sie brauchen nur den Griff nach links zu drehen!” In dem Augenblick, als der Einbrecher den Griff nach links dreht, fällt ihm ein Sandsack auf den Kopf, grelle Scheinwerfer blitzen auf und der ausgelöste Alarm bringt die Polizei auf den Plan. Als der Einbrecher im Gefängnis sitzt, jammert er: „Wie konnte ich nur einem anderen Menschen vertrauen!” Ja, mit dem gegenseitigen Vertrauen ist das so eine Sache. Wurden Sie auch schon von Menschen enttäuscht? Da wird einem etwas versprochen und hinterher nicht gehalten. Was macht das mit uns? Es führt dazu, dass wir im Umgang mit Menschen vorsichtiger werden. Wir ziehen uns zurück. Oder wir begegnen unserem Nächsten zuerst einmal mit Misstrauen. Wem können wir noch trauen? Es führt unter anderem auch dazu, dass immer weniger Paare sich fest binden möchten, weil sie dem Partner nicht ganz vertrauen. In diesem Jahr sind es genau 100 Jahre, dass es erste Veranstaltungen und Versammlungen in einem Niddaer Wohnzimmer gab. Menschen hörten gemeinsam auf die Worte der Bibel und fassten Vertrauen zu Gott, ihrem Schöpfer. Im Vertrauen auf Gott wagten sie es, ihr Leben zu gestalten und Freunde und Nachbarn aus Nidda und Umgebung zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen einzuladen. Und die Menschen kamen. Gott schenkte inneres und äußeres Wachstum. Weil die angemieteten Räume im Laufe der Zeit zu klein wurden, wagten sie im Vertrauen auf ihren Herrn und Schöpfer, im Jahre 1922 in der Johanniterstraße ein eigenes Haus zu bauen. Ich bin Gott dankbar, dass er die Evangelische Stadtmission Nidda jetzt 100 Jahre am Leben erhalten hat. Er hat durch seinen Geist immer wieder Menschenherzen bewegt und es geschenkt, dass sie das Abenteuer des Glaubens gewagt haben. Auch wenn es Zeiten gab, in denen sie nichts gesehen, keine Erfolge und keine positiven Veränderungen erzielt haben. Trotzdem haben sie ihrem Gott vertraut. In Psalm 62,9 lesen wir: „Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus. Gott ist unsere Zuversicht.“ Wer der guten Hand Gottes in seinem Leben vertraut, wird erleben, wie Gott ihn mit seiner Hilfe und seinem Schutz umgibt. Wer Gott vertraut, hat einen Halt im Leben. Wenn Gott nicht seinen Segen gibt, dann sind wir mit unserem Latein bald am Ende. Wer erkennt dies in unserer Zeit, dass wir täglich von der Güte und Zuwendung Gottes leben? Wer bittet ihn am Morgen um sein Begleiten und um Gelingen? Wer dankt dem Herrn am Abend des Tages für Bewahrung, Unterstützung und Segen? Wer es gelernt hat, für das Gute seines Lebens zu danken, der erfährt auch in schwierigen Situationen Gottes Hilfe und Halt. Ja, im Vertrauen auf Gott lässt es sich leben, auch dann, wenn er nicht alle unsere Wünsche erfüllt. Es lohnt sich, Gott zu vertrauen! Ich lade Sie ein, das Abenteuer des Glaubens zu wagen und dem Schöpfer dieser Welt in allen Bereichen Ihres Lebens zu vertrauen. Ihr Hermann Straub |
|